Pola

Daniela Dröscher

Die bekannteste Schaupielerin aus der Stummfilmära war Pola Negri.

Sie ist in Lipno / Polen geboren und in Warschau aufgewachsen. Zunächst begann sie eine Ballettausbildung, da sie aber an Tuberkulose erkrankte, musste sie aber die Ausbildung abbrechen. Sie ging dann auf eine Schauspielschule und erlangte mit einem Theaterstück von Henrik Ibsen ihren ersten großen Erfolg. Dadurch bekam sie ein Engagement am Nationaltheater in Warschau. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges gelang ihr als Carmen und als Madame Dubarry, unter der Regie von Ernst Lubitsch, der internationale Durchbruch. Auf diesem Höhepunkt des Erfolgs ging Pola Negri nach Amerika und hatte einen lukrativen Vertrag von Paramount in der Tasche. Allerdings sollte nur eine Produktion, als Zarin Katharina die Große, der einzige finanzielle Erfolg für Negri sein. Publikum und Kritiker lehnten ihre weiteren Filme ab. Mit dem Ende des Stummfilms ging auch Negris amerikanische Karriere zu Ende. Vielmehr sprach die amerikanische Presse über ihre Liebschaften mit Rudolph Valentino und Charly Chaplin. 1935 ging sie zurück nach Europa und drehte ihren bekanntesten Film "Mazurka". 1938 jedoch ging sie zurück in die USA. Sie drehte nur noch zwei Filme und arbeitete dann als Grundstücksmaklerin. 1987 starb Pola Negri in San Antonio.

Pola Negri ist sehr impulsiv, schrill und leidenschaftlich. Sie ist unglaublich stolz, aber ebenso arrogant und mit vielen Selbstzweifeln behaftet. Daniela Dröscher lässt eine Filmlegende wieder neu aufleben. Das Buch ist ein humorvoller und "entspannter" Abstecher in die 20er - 40er Jahre des 20. Jahrhunderts.

 

Pola

EUR 19,99
Verlag:Berlin Verlag
Seiten:304 Seiten
Autor:Daniela Dröscher
ISBN:978-3827011060
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Daniela Dröscher
Daniela Dröscher, geboren1977 in München, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Trier und London und promovierte an der Universität in Potsam zur Poetologie Yoko Tawadas. Sie schreibt Prosa, Theaterstücke, Essays, erhielt 2005 den Essaypreis der Jungen Akademie Berlin sowie den Schiller-Essay-Preis der Stadt Weimar. 2008 nahm sie als Stipendiatin an der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin teil.
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